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Zu de Gelbfüßler
10. Februar 2010

Mitarbeiter-Zeitung


Gelbfüßler - so werden die Badener unter anderem von den Pfälzern gerne spöttisch genannt. Und Der Gelbfüßler® ist auch der Name des badischen Nationalgebäcks, das jetzt auf den Markt kommt. Erfunden hat es ein Aniliner: Thomas Kessel vom Brand Management der BASF.

Und das kam so: Ende 2008 war der in Karlsruhe geborene Badener Kessel zu einer Weihnachtsfeier mit Freunden eingeladen. Dabei sollte jeder Gast eine Spezialität aus seiner Heimat mitbringen. "Ich war ratlos, denn zwar haben die Pfälzer den Saumagen, die Schwaben die Spätzle und die Bayern ihre Weißwurst - aber eine typisch badische Spezialität gibt es eigentlich nicht", sagt der 38- Jährige. Doch der Termin nahte und eine Idee musste her - schließlich wollte Kessel seine badische Heimat nicht blamieren. "Da kam mir in den Sinn, dass meine früheren Kollegen bei EV, wenn sie mich ärgern wollten, immer gerne ‚Gelbfüßler‘ zu mir gesagt haben", so Kessel. Dieser Spottname für die Badener stammt aus der Zeit um 1900, als die badischen Soldaten gelbe Gamaschen trugen. "Da war mir sofort klar: Ein Gelbfüßler muss her!", sagt Kessel. "Und weil viele Nicht-Badener sagen, Badisch sei ein süßer Dialekt, sollte es auch eine Süßigkeit sein..."

Gesagt, getan: Kurz vor Weihnachten 2008 hat Hobbykoch Kessel den Prototyp des Gelbfüßlers fertig - eine Torte in Fußform. Fruchtig, nicht zu süß, mit Schichten aus rotem Himbeermus und gelber Passionsfrucht. Rot und Gelb sind die badischen "Nationalfarben".

Und das frisch erfundene Nationalgebäck kommt an bei Kessels Freunden auf der Weihnachtsfeier in Wörth. Sehr gut sogar. So gut, dass er sich denkt: "Aus dieser Idee lässt sich mehr machen!"

Kurzerhand nimmt er Kontakt mit einem badischen Spitzenkonditor auf: Mario Köhler aus Stettfeld bei Bruchsal, ehemaliges Mitglied der deutschen Koch-Nationalmannschaft. Der ist gleich Feuer und Flamme für die Idee. Gemeinsam verfeinern sie das Gelbfüßler-Rezept, entwickeln sogar Pralinen. Und er lässt sich die Idee beim Deutschen Patentamt in München schützen. Im Oktober 2009 flattert die Patenturkunde ins Haus: Seitdem hat Kessel alle Rechte am Gelbfüßler. "Mir ging es vor allem darum, dass mir keiner die Idee klaut - nicht darum, damit viel Geld zu verdienen", so Kessel. "Deshalb gehen auch 20 Prozent der Einnahmen an die Tafel, also an einen guten Zweck."

Nach weiteren umfangreichen Vorarbeiten kam jetzt im Januar 2010 der Gelbfüßler offiziell auf den Markt. Zu kaufen gibt es ihn vorerst nur in Köhlers Konditorei in Stettfeld - oder über das Internet.

Gelbfüßler

Hier finne se die ganze Artevielfalt von de Gelbfüßler.