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Zu den Gelbfüßlern

Die Geschichte vom Gelbfüßler

Ein trauriger Start

Los ging es mit dem Begriff Gelbfüßler im Schwabenland. Im 16. Jahrhundert, so sagen es die Geschichtsbücher, seien die Schwaben so arm gewesen, dass sie sich kein Schuhwerk leisten konnten. Sie marschierten barfuß durch Lehm und Dreck. Dabei verfärbten sich die Füße gelb-braun. Ihnen ist das Gebäck "der arme Gelbfüßler" gewidmet.

Ein lustiges Märchen - oder doch eine wahre Geschichte?

Irgendwann, vielleicht 100 bis 200 Jahre später, keiner weiß das mehr so ganz genau, sollten die Schwaben Eier in einem Korb an den kaiserlichen Hof liefern, als steuerliche Abgabe. Und da auch schon damals die Steuern zu hoch waren, passte die geforderte Menge Eier nicht in den Korb. Kurzerhand wurden die Eier zertreten. Zwar waren dann die Füß gelb, aber die Eier passten in den Korb. Diesen lustigen Zeitgenossen ist der "Eier-Gelbfüßler" gewidmet.

Jetzt wird's badisch

Ende des 19. Jahrhunderts, Napoleon hatte die badischen Grenzen zuvor neu gesteckt, trugen die badischen Soldaten gelbes Beinkleid. Schuhe, Hosen, Strümpfe. Alles war gelb. Und da im Badischen das gesamte Bein anatomisch gesehen als Fuß bezeichnet wird, waren das von nun an die Gelbfüßler. Ein Neckname, den uns unsere geografischen Nachbarn auch heute noch gerne mit einem Augenzwinkern geben. Den tapferen Männern Badens ist auf jeden Fall "Der Gelbfüßler - Das süße Teilchen Badens" gewidmet.

Vom Soldaten zum süßen Teilchen - Raus aus der kulinarischen Wüste

Im noch jungen 21. Jahrhundert leitete Thomas Kessel, einer der Begründer der Initiative „BeOK - Tu gut“, den evangelischen Kirchenchor der Friedensgemeinde Wörth am Rhein. Im Rahmen einer Winterfeier sollten die Mitglieder kulinarische Spezialitäten ihrer Heimat mitbringen. Aber was bringt man eigentlich mit, wenn man in Karlsruhe aufgewachsen ist? Der Badener isst das, was uns die Nachbarregionen und Nachbarländer auf den Tisch stellen. Das konnte so nicht weitergehen. Der weiße Fleck auf der Essenslandkarte musste farbig werden. Am besten gelb und rot. Die Farben Badens. Und da fiel es dem Chorleiter wie Schuppen von den Augen: Wir sind die Gelbfüßler! Aber wie sieht ein essbarer Gelbfüßler aus? Die Idee: Außerhalb der Grenzen Badens finden viele Menschen unseren badischen Dialekt so süß. Also war klar, der Gelbfüßler wird ein süßes Teilchen. Und so wurde aus einem süßen Teilchen "Der Gelbfüßler - das süße Teilchen Badens". Mit seinem Freund Raymond Ochs, das zweite Mitglied von BeOK, wurden in der heimischen Küche die ersten Prototypen erstellt. Andres Becker, der Dritte im Bunde von BeOK wurde als Testperson herangezogen. Und er befand: Lecker. Mit Mario Köhler hat das Team seinen Meister gefunden. Er bäckt und verfeinert und er verfeinert und bäckt. So entstanden mit der Zeit viele Gelbfüßler-Variationen. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Schon bald darf sich der Schlemmer und Genießer auf eine neue Version vom Gelbfüßler freuen.

Lassen Sie sich überraschen!

Gelbfüßler

Hier finden Sie die ganze Artenvielfalt der Gelbfüßler.